Tipps

Worauf die Empfehlungen in MyBaby beruhen. Zusammengetragen aus den Quellen unten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Bei Fragen zu deinem Kind hilft die Kinderarztpraxis.

Zwiebellook

Mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke, weil zwischen ihnen warme Luft steckt. Und du kannst je nach Wetter eine Schicht an- oder ausziehen. Als Faustregel tragen Babys draußen eine Schicht mehr als du, vor allem wenn sie still im Kinderwagen liegen. In der Trage ist es eine Schicht weniger, weil deine Körperwärme mitheizt.

In Geschäften, Bus und Auto die oberste Schicht ausziehen. Sonst schwitzt dein Kind und kühlt danach draußen schnell aus.

Nackenprobe

Ob deinem Kind zu warm oder zu kalt ist, fühlst du am besten im Nacken: warm und trocken ist richtig. Feucht oder verschwitzt heißt eine Schicht weniger, kühl eine Schicht mehr.

Kalte Hände und Füße sind bei Babys normal und kein guter Maßstab. Warnzeichen für Überhitzung sind ein roter Kopf, Schweiß am Kopf und im Nacken und Unruhe. Blasse, kühle Haut zeigt, dass dein Kind friert.

Sonne und UV-Index

Babyhaut ist um ein Vielfaches empfindlicher als die von Erwachsenen, der Eigenschutz entwickelt sich erst in den ersten Lebensjahren. Auch die Augen lassen mehr UV-Strahlung durch. Im ersten Lebensjahr gehört dein Kind deshalb gar nicht in die direkte Sonne.

Der UV-Index zeigt, wie stark die Sonne gerade ist. Ab 3 braucht es Schutz. Am stärksten ist sie an klaren Tagen zwischen 11 und 15 Uhr. Auch durch Wolken kommt ein großer Teil der Strahlung, Wasser und Sand verstärken sie.

UV-IndexBaby unter 1 JahrAb 1 Jahr
0 bis 2niedrigKein besonderer Schutz nötig.Kein besonderer Schutz nötig.
3 bis 5mittelKeine direkte Sonne, Schatten, Sonnenhut, lange luftige Kleidung.Kleidung, Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme ab LSF 30.
6 bis 7hochWie oben, mittags (11 bis 15 Uhr) im Schatten bleiben.Wie oben, mittags Schatten suchen.
8 bis 10sehr hochMittags drinnen bleiben.Mittags möglichst drinnen bleiben.
11 und mehrextremMöglichst drinnen bleiben.Möglichst drinnen bleiben.

Die Reihenfolge beim Schutz: starke Sonne meiden, hautbedeckende Kleidung und ein Hut, der Ohren und Nacken bedeckt, dann Sonnencreme, dann eine Sonnenbrille mit UV-400-Schutz.

Eincremen

Sonnencreme: Im ersten Lebensjahr am besten gar nicht, Schatten und Kleidung schützen zuverlässiger und belasten die Haut nicht. Ab dem ersten Geburtstag alle freien Stellen großzügig mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 eincremen, für Kinder gern 50. Mineralische Filter vertragen empfindliche Kinderhaut meist gut und wirken sofort. Nach dem Planschen oder Schwitzen nachcremen. Sonnencreme verlängert die Zeit in der Sonne nicht beliebig, Schatten bleibt der beste Schutz.

Kälteschutz: Bei Frost und kaltem Wind schützt eine wasserfreie Wind- und Wettercreme Gesicht und Hände. Wasserhaltige Cremes und Lotionen sind draußen ungeeignet, weil das Wasser auf der Haut verdunstet und auskühlt. Die Lippen haben keine Talgdrüsen und brauchen eine besonders fettreiche Pflege. Ist die Haut nach dem Spaziergang gerötet, hilft drinnen eine leichtere Pflege.

Sicher schlafen

Dein Baby schläft am sichersten auf dem Rücken, im eigenen Bett im Elternschlafzimmer, auf einer festen Matratze und im Schlafsack statt unter einer Decke. Ins Bett gehören keine Kissen, Nestchen, Felle oder Kuscheltiere. Rauchfreie Umgebung, und keine Mütze, denn über den Kopf gibt dein Baby überschüssige Wärme ab.

Überwärmung ist ein Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod. Ideal sind 16 bis 18 °C im Schlafzimmer. Lieber etwas kühler als zu warm, auch bei Kindern, die schnell frieren.

Der TOG-Wert sagt, wie warm ein Schlafsack ist. Als Richtwert, die Tabelle des Herstellers geht vor:

RaumTOGDarunter
ab 24 °C0,5Kurzarmbody, bei großer Hitze nur Windel
21 bis 23 °C1Kurz- oder Langarmbody
19 bis 20 °C2,5Langarmbody oder dünner Schlafanzug
16 bis 18 °C2,5Langarmbody und Schlafanzug
unter 16 °C3,5Langarmbody und Schlafanzug

Kinderwagen

Im Wagen bewegt sich dein Baby kaum und kühlt schneller aus als auf dem Arm. Im Herbst und Winter hält ein Fußsack warm, dann reicht darunter oft ein Fleece-Overall statt dem dicken Winteranzug. Das Verdeck schützt vor Wind.

Im Sommer nie ein Tuch über den Kinderwagen hängen. Darunter staut sich die Hitze wie in einer Thermoskanne, in einem Versuch stieg die Temperatur in 90 Minuten auf 37 °C statt 22 °C im offenen Wagen. Besser ist ein Sonnenschirm oder ein Sonnensegel mit Abstand.

Trage und Tragetuch

Deine Körperwärme ersetzt etwa eine Schicht. Kein dicker Overall in der Trage, der wärmt zu stark und stört die Sitzhaltung. Im Winter wärmen eine Tragejacke oder ein Tragecover euch beide. Die Beine schauen heraus, deshalb lange Socken oder Beinstulpen nicht vergessen. Unter einem dicken Cover regelmäßig die Nackenprobe machen.

Autofahrt

Keine dicke Jacke im Kindersitz. Unter Winterjacke oder Schneeanzug sitzt der Gurt zu locker, bei einem Aufprall kann er tief in den Bauch schneiden und das Kind rutscht heraus. Jacke vor dem Anschnallen ausziehen, Gurt eng anlegen, eine Decke darüber.

Im Sommer niemals ein Kind allein im Auto lassen, auch nicht kurz. Vor der Fahrt lüften und die Gurtschlösser prüfen, sie können in der Sonne sehr heiß werden.

Hitze

Babys überhitzen schneller als Erwachsene: weniger Schweißdrüsen, geringere Reserven. Babys unter sechs Monaten öfter stillen oder das Fläschchen geben, älteren Kindern zusätzlich Wasser anbieten. Trockene Lippen können ein Zeichen für zu wenig Flüssigkeit sein.

Ausflüge in den Morgen und Abend legen, tagsüber Rollläden schließen, nachts lüften und im kühlsten Raum schlafen. Ventilatoren nie direkt auf das Kind richten.

Kälte

Frische Luft tut auch im Winter gut. Neugeborene können ihre Temperatur aber noch schlecht halten und nicht zittern, ihnen fehlt das Fettgewebe unter der Haut. Wind kühlt stärker aus als die reine Temperatur vermuten lässt, deshalb rechnet MyBaby mit der gefühlten Temperatur.

Bei Frost lieber mehrere kurze Runden als eine lange, höchstens etwa eine Stunde am Stück. Mütze mit Ohrenschutz, Fäustlinge und ein Loop-Schal statt einem langen Schal, der sich verheddern kann.

Quellen

Wetter, gefühlte Temperatur und UV-Index kommen von Open-Meteo.com. Alle Angaben sind Richtwerte und ersetzen keine ärztliche Beratung.